BenQ ScreenBar – Wer braucht sowas überhaupt?

Alles fing damit an, dass ich die BenQ Screenbar erhalten habe und mir sofort die Frage stellte, ob ich sowas überhaupt brauche. Aber bekanntlich schaut man einem geschenkten Gaul nicht ins Maul und ich zeigte erst einmal Freude daran.

Nach ein paar Wochen habe ich mich dann durchgerungen und die Screenbar ausgepackt. Ich weiß, dass es recht unhöflich war, das Gerät so lange liegen zu lassen, aber es hatte nicht damit zu tun, das ich mir die o.g. grundsätzliche Frage gestellt hatte, sondern ich hatte einfach keine Zeit. Meine Arbeit hatte mich vollkommen eingenommen und ließ mir kaum Spielraum für Freizeitaktivitäten und somit war das Auspacken und Bewerten der Screenbar kaum möglich. Wenn ich etwas mache, dann richtig oder garnicht.

Unser Testobjekt:
BenQ ScreenBar (e-Reading Lampe)

Produkteigenschaften:
Lichtquelle: Bi-Color LED
Beleuchtung: 90 SMD-LEDs
Beleuchtungsstärke: 1000 Lux (bei 45cm Abstand noch 800 Lux)
Farbwiedergabeindex: mehr als 87Lumen –     2700 K : 300lm
6500 K : 320lm
Farbtemperatur: 2700 Kelvin bis 6500 Kelvin
Leistungsaufnahme: 5 Watt
Anschlüsse: Micro USB
Material: Alulegierung und Hartplastik
Gewicht: 490g mit Halterung, 143g ohne Gegengewicht
Abmessung: (B/H/T) 45/3/3 cm

Aufbau und Testablauf:
Beim Auspacken fiel mir sofort das gute asymmetrisch optische Design auf, welches durch eine Aluminiumlegierung richtig gut zur Geltung kommt. Die Lampe ist mit gut 45cm angegeben, was auch den Tatsachen entspricht.  Anfänglich wunderte ich mich, dass kein Sockel bzw. Standfuß enthalten war, aber die Screenbar wird am Monitor mit Hilfe eines Clips mit Gegengewicht montiert.
Um Kratzer am Monitor zu vermeiden, ist der Clips von innen gummiert. Hier hat man mal mitgedacht, ich kenne da andere Geräte (z.B. Kameras), die das nicht haben.
Ich machte mich also daran, die Teile auszupacken und alles soweit zusammenzubauen und aufzubauen.
Nachdem ich den ganz einfach die Teile zusammen hatte  und auf den Monitor gesteckt hatte, musste ich nur noch das Gegengewicht so platzieren, das die Lampe vernünftig hält. Dann habe ich die Lampe angeschlossen und hier leider ein kleines Manko entdeckt, welches bei mir gleich für unverständlich sorgte: Das Kabel ist nur 1,5mtr. lang und wenn man an einem etwas größeren Schreibtisch sitzt oder der PC auf dem Boden steht, dann kann es durchaus sein, dass das nicht ausreichend ist. Hier hilft dann nur eine USB-Verlängerung, wie in meinem Fall. Zum Glück hatte ich die noch liegen.

Gesagt, getan: Gerät angeschlossen und dann geht es ans Einrichten, so dachte ich. Aber nein, es gibt weder eine Software noch eine App o.ä. um die Lampe zu bedienen. Hier kommt die BenQ Screenbar noch ganz normal mit 4 Touch-Sensor-Tasten aus, die einfach zu erreichen und zu bedienen sind.
Es gibt eine Dimm-Taste, eine Farbtemperatur-Taste, eine Auto-Dimm-Tase und eine Einschalttaste (was ja sinnvoll ist 🙂 )

Da ich die Lampe über Tag aufgebaut hatte, musste ich bis zum Abend warten, bis ich die Auto-Dimm-Funktion nutzen konnte, weil diese sich an die Umgebungsverhältnisse (Licht) automatisch anpasst. Aber nach dem Test kann ich sagen, dass die Funktion sehr gut ist, aber leider die Farbtemperatur auch gleich mit ändert, es wäre schön gewesen, wenn das nicht der Fall wäre.

Was mir weiterhin fehlt ist eine Funktion für RGB-Farben, dies wäre sicherlich auch für Gamer interessant, zumal die Lampe ja auch mit einem Verkaufspreis von um die 99€ (Stand 11.04.2019) nicht ganz günstig ist.

Zurück zum Licht: Es scheint senkrecht auf die Tastatur, ohne den Bildschirm zu beeinflussen, aber auch ohne den Benutzer zu stören. Beleuchtet wird ein Radius von ca. 80cm lt. meinem Test. Das reicht aber völlig. Was ich nach der Testzeit noch sagen kann ist, das es kein Flackern oder Flimmern gibt, und es gibt auch keine störenden Nebengeräusche wie Fiepsen o.ä.).

Testergebnis:
Ich bin wirklich positiv überrascht. Entgegen meiner ersten Meinung, wer so etwas braucht, kann ich bewusst sagen: Ich glaube jeder. Die Lampe wertet nicht nur den Arbeits- oder Gamingplatz extrem auf, sondern bietet einen erheblichen Mehrwert in Bezug auf Lichtgebung. Viele sitzen stundenlang am PC und vergessen das Licht anzumachen, was ja gerade für die Augen sehr wichtig ist. Reines PC-Licht ist nicht ausreichend und kann zu Problemen mit den Augen führen. Mit der Screenbar muss man nicht mal mehr aufstehen, sondern man fasst einmal hoch, stelle die Lampe an und hat angenehmes Licht. Ich möchte die Lampe nicht mehr missen.

Positiv:
–     Schönes warmes Licht, ohne den Benutzer oder das Monitorbild zu stören
–    Optisch ein echter Hingucker, sehr gut verarbeitet
–    Kommt mit wenig Schnick-Schnack aus (kein App oder Software)
–    Kann mit jeder USB-Stromquelle bedient werden, also auch mit einer Powerbank, Ladegerät o.ä.
–    Speichert die zuletzt genutzte Einstellung

Negativ:
–    Kein RGB-Licht (bunte Leuchten), was sicherlich für Gamer interessant gewesen wäre
–    Sehr kurzes USB-Kabel (1,5m), oftmals nicht ausreichend

Preislich möchte ich mir kein Urteil fällen, das muss jeder für sich selber entscheiden. Ich sage von meiner Seite aus,  das die Benq Screenbar das Geld wert ist, was Sie derzeit kostet (99€ – Stand 11.04.2019) und ist unter diesem Link* erhältlich.

Wenn Ihr noch spezielle Fragen zu der Lampe habt, schreibt es in die Kommentare. Ich werde diese, sofern ich es kann, gerne beantworten.

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