JBL Endurance Peak 3 – Gut, besser, am Besten, oder eher nicht ?!?

Vor ein paar Wochen habe ich mich bei Reviewclub* angemeldet und mich dort einmal bzgl. der Tests ein wenig umgeschaut. U.a. fielen mir da die JBL Endurance Peak 3 – Bluetooth Sportkopfhörer auf, welche mir gerade recht kamen, da meine alten Philips Sportkopfhörer just das Zeitliche gesegnet haben.
Also habe ich mich für den Test eingetragen und die Kopfhörer kamen in paar Tage später mit dem Götterboten-Versanddienstleister Hermes (aus den Niederlanden) bei mir an.

Ich habe die Kopfhörer ausgepackt und was mir gleich auffiel, war die Größe der Kopfhörer, die wirklich sehr groß für Sport-Kopfhörer ist, aber dazu später mehr. Also habe ich die Kopfhörer ausgepackt und gleich in der mitgelieferten Ladeschale/Ladehülle aufgeladen um diese am Abend auf meiner Radtour ausgiebig testen zu können.

Nach gut 30 Minuten waren die vorgeladenen Kopfhörer vollständig aufgeladen und ich habe mir die App die in der Anleitung steht heruntergeladen. Dann erfolgte nach der Syncronisierung der Kopfhörer per Bluetooth die Installation der App, sowie relativ zeitgleich noch die Einrichtung von Google Assistant, so dass die Kopfhörer entsprechend mit dem Handy gekoppelt sind.
Das hat alles sehr einfach funktioniert und ich war sogar ein wenig erstaunt, das man unter verschiedenen Klangmodi (Bass, Vocal, Jazz) sowie eine Umgebungsgeräusch-Kontrolle (Ambient Aware) auswählen kann, aber auch die Gestensteuerung individuell angepasst werden kann. Leider kann man hier nicht alles selber einstellen, aber vieles ist einstellbar. Nach dem Einstellen habe ich die Ohrstöpsel getauscht, weil mir diese zu groß waren. Es folgte ein kurzer Soundcheck, alle Funktionen wurden durchgetestet und die Installation war erledigt.

Zwei Stunden später habe ich dann meine Sporteinheit auf dem Rad gemacht. Handy in meinen Handyhalter, Spotify an, Kopfhörer an und losgeradelt. Ich habe eine extra sehr große Runde gedreht, damit ich nicht nur die Funktionen wie „weiter“ oder „zurück“, sowie „Laut“ und „Leise“ testen konnte, sondern auch das Empfinden der Kopfhörerbügel über den Ohren, der Umgang mit Schweiß, wenn die Kopfhörer damit in Verbindung kommen und natürlich auch die Verbindungsqualität, sowie Soundqualität.

Nach meiner Rückkehr habe ich am Abend noch ein paar Videos auf dem Handy geschaut und noch ein wenig mit den Einstellungen in der App herumgespielt, aber eigentlich konnte ich mir auch schon ein sehr gutes Bild von den Kopfhörern machen.

Pro:

  1. Sehr gute Klangqualität: Die Klangqualität der JBL Endurance Peak 3 Kopfhörer ist wirklich sehr gut. Ich würde jetzt nicht sagen, das diese „Megagut“ ist, aber es ist schon erschreckend gut, was da aus so kleinen Kopfhörern herausgeholt wird. Die Bässe sind gut und tief genug (schließlich will ich keinen Hörschaden erleiden), die Mitten sind klar und die Höhen sind ausgewogen. Da ich immer in der Einstellung Bass gehört habe und nur Musik gehört habe, die in Richtung Pop/Rock gehen, passte der Sound sehr gut. Auch bei den Videos habe ich die Einstellung auf „Bass“ gelassen und es passt.
  2. Steuerung per Touch: Die Steuerung erfolgt auf den Ohrhörern selber. Man touched z.B. einmal darauf und dann erhöht sich die Lautstärke. Wenn man 2x touched, dann wird es leiser usw.
    Somit kann man auch von unterwegs sehr gut die Wiedergabe von Musik, Anrufe (hab ich nicht getestet) und den Sprachassistenten steuern. Man muss also das Handy nicht immer direkt in die Hand nehmen und dann dort irgendwas machen. Das ist gerade beim Sport sehr gut.
  3. Schweißresistent: Soweit ich das einschätzen kann und so wie es im Internet auch steht, sind die JBL Endurance Peak 3 Schweiß- und Wasserdicht. Ich bin während des Tests sehr ins Schwitzen gekommen (wir hatten auch einen sehr warmen Tag) und das hat sich überhaupt nicht auf die Ohrhörer ausgewirkt.
    Die Wasserdichtigkeit habe ich jetzt nicht getestet, aber ich gehe davon aus, das die Angaben in der Anleitung und im Netz stimmen.
  4. Bequemer Sitz: Die Ohrhörer sitzen dank des ergonomischen Designs fest und bequem in meinen Ohren. Sie fallen nicht heraus, was natürlich auch an den Bügeln liegt. Ich hatte erst arge Bedenken bzgl. der Bügel, da diese sehr eng sind. Aber nachdem ich die übers Ohr gelegt hatte, habe ich die kaum noch gespürt. Dadurch das die stramm sitzen, entsteht natürlich auch keine Reibung. Das ist gut, weil „wund“ möchte man dort am Ohr sicherlich nicht werden.
  5. Akkulaufzeit: Die Akkulaufzeit wird mit bis zu 40 Stunden angegeben.10 Stunden und dann jeweils 2 Stunden mit der 5 Minuten Schnellladefunktion. Meine Tests ergaben bei 4 Stunden Laufzeit ca. 60% Restakku. Das würde sich auch mit den Angaben des Herstellers decken. Wenn man die Ladehülle dabei hat, kann man auch von unterwegs aufladen.

Contra (Meckern auf hohem Nivau)

  1. Ladehülle/-schale: Wie ich oben schon schrieb, sind die Ohrhörer wirklich etwas groß. Das spiegelt sich in der Ladehülle wieder, denn zum Transportieren in der Hosentasche finde ich die zu groß. Wenn man also die Hülle mitnehmen will und unterwegs laden muss, dann sollte man die Hülle in eine Bauchtasche oder Rücksack o.ä. packen. Die Hülle ist jetzt nicht überdimensioniert, aber halt ein wenig „bullig“.
  2. Umgebungsgeräusche: Ich trage diese beim Radsport und man fährt auf dem Rad nunmal Wege, wo der Wind steht und gerade wenn man schneller fährt oder der Wind ungünstig steht, dann hört man diese Windgeräusche schon deutlich. Man muss die Musik dann entsprechend lauter stellen, weil einem das Windgeräusch mit der Zeit nerven wird. Auch durch das Testen mit anders sitzenden Stöpseln konnte ich das Geräusch nicht unterdrücken, das liegt einfach an der Größe der Ohrhörer.
  3. Verbindungsschwierigkeiten: Ich habe leider unterwegs ein paar Probleme mit der Verbindung gehabt. Ich bin nun keine Wege gefahren, wo Mobilfunkmasten sind, Stromaggregate, oder andere Dinge wie starker Verkehr, Flugplatz und auch sonst nirgendwo, wo irgendwelche Frequenzen stören könnten, trotzdem habe ich auf je 10km 1-2x die Verbindung kurz verloren (so 10-15 Sekunden). Im Fitnesscenter wird das vermutlich nicht passieren, aber auf dem Rad schon.
  4. Passform: Man erhält bei Lieferung zum Glück schon ein paar unterschiedlich große Ohrstöpsel. Dennoch sind auch 3 Varianten nicht wirklich passgenau. Ich würde die, die ich jetzt drauf habe mit ca. 90% Passgenauigkeit bewerten, die anderen waren deutlich schlechter. Hier finde ich, sollte JBL nochmal ein paar andere Größen beilegen. 5 unterschiedliche Größen wären von Vorteil, finde ich.

Fazit:
Ich finde die Ohrhörer sehr gut und würde diese auch, mit ein paar kleinen Einschränkungen empfehlen. Wer Radsport betreibt, wird „Noise Cancellation“ vermissen und wer einen Mega-Sound erwartet, der wird ebenfalls nicht fündig werden. Der Sound ist sehr gut, aber nicht mega-gut. Die Ohrhörer erfüllen genau Ihren Zweck, haben ein paar nette Features (Klangmodi, Google Assistant Unterstützung uvm.) und da diese Wasser- und Schweißresistent sind, sind diese auch für viele Sportarten nutzbar. Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile, so dass ich die Kopfhörer weiterempfehlen kann.

Hier noch ein paar technische Daten:
Headset-Kompatibilität: Android, iOS
Frequenzgang Ohrhörer: bis 20000 Hz
Dynamischer Frequenzgang (Hz) 20 Hz – 20kHz
Bluetooth-Version: Bluetooth 5.2
Impedanz: 16 Ohm

Wenn ihr auch Lust auf diese Kopfhörer bekommen habt, bei Amazon bekommt ihr die hier * (schwarz war bei Erstellung dieses Reviews nicht mehr verfügbar, daher verweise ich auf die weißen JBLs)



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